Tageseinrichtungen für Kinder und Einrichtungen der Behindertenhilfe

In den Fachschulen für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege hat die Zusammenarbeit mit dem Lernort Praxis seit vielen Jahren Tradition.
Die Träger und Mitarbeiterinnen der Tageseinrichtungen für Kinder bzw. anderer sozialpädagogischer Einrichtungen werden fortlaufend über alle Entwicklungen der Fachschulen in regelmäßigen Arbeitssitzungen informiert und in die Planungen mit einbezogen. Eine ähnliche Entwicklung besteht in der Fachschule für Heilerziehungspflege.
In der Planungsphase der Fachschule für Heilerziehungspflege im Jahr 2000 gehörte die Zusammenarbeit zwischen dem Märkischen Berufskolleg und Vertretern aus Einrichtungen der Behindertenhilfe zum festen Bestandteil der Ausbildung.
Schon im Vorfeld wurden grundlegende inhaltliche Schwerpunkte und Zielsetzungen in der Weise miteinander abgesprochen und koordiniert, dass Theorie und Praxis im wechselseitigen Verbund die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ihre berufliche Handlungskompetenz an beiden Lernorten gewährleisteten. Hierzu gehörten Absprachen über die Planung, Durchführung und Reflexion unterschiedlicher Aufgaben im Bereich des Alltagshandelns, ebenso wie die Entwicklung, Durchführung und Auswertung gezielter Förderangebote und Projekte.
Außerdem wurden gemeinsam mit den Praxisvertretern Beurteilungskriterien entwickelt, die Hilfestellungen bei der Beurteilung der Schülerinnen und Schüler in der Praxis bieten.
Aus dieser gemeinsamen Arbeit entwickelte sich der pädagogische Beirat. Dieser setzt sich aus Kolleginnen und Kollegen des Bildungsganges, den Schülerinnen und Schülern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Praxis zusammen. Die Auswahl der Praxisvertreter orientierte sich an der Präsenz verschiedener Arbeitsfelder ( Wohnheim, Werkstatt für behinderte Menschen, Tagesstätte und Klinik ), Altersgruppen ( Kleinkind- bis Seniorenalter ) und verschiedener Träger (öffentlich, kirchlich, privat ). Dieses Spektrum ermöglicht eine fortlaufende Evaluation, somit also eine permanente Weiterentwicklung und Modifizierung der Inhalte und Methoden.
Zukünftige Zielsetzung des pädagogischen Beirats ist darüber hinaus eine punktuelle Einbindung in das unterrichtliche Geschehen.
Haben bisher Praxisvertreter vor allem im Rahmen des berufspraktischen Jahres durch Erfahrungsberichte aus ihrer beruflichen Praxis den Unterricht erweitert, soll dies zukünftig bereits zu Beginn der Ausbildung erfolgen. Dadurch können den Schülerinnen und Schülern sowohl konkrete Erwartungen der Praxiseinrichtungen, als auch Unterstützungs- und Beratungsangebote durch die Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter transparent gemacht werden.
Da sich die Vertreter des pädagogischen Beirats als Multiplikatoren im Bereich der Praxisanleitung verstehen, wird eine weitere Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese dient der Hilfestellung der Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter, die in der direkten Arbeit mit Schülerinnen und Schülern stehen. Ein Leitfaden zur Praxisanleitung wird in diesem Zusammenhang entwickelt.