Fachrichtung Motopädie - Teilzeitausbildung

Der Teilzeit-Bildungsgang dauert zwei Schuljahre (NRW) und umfasst insgesamt 1200 Unterrichtsstunden. Beginn ist immer am ersten Freitag nach Ende der Sommerferien in NRW.

Berufsbezogener Lernbereich

  • Praxis der Motopädie (Sensomotorik, Psychomotorik, Soziomotorik, Rhythmik, Entspannung)
  • Motodiagnostik
  • Motopädische Arbeitsweisen und Konzepte (Didaktik-Methodik, Sonder- und Heilpädagogik, Psychologie)
  • Projektarbeit
  • Praxis im motopädischen Berufsfeld / Praktikum

Berufsübergreifender Lernbereich

  • Medizinisch-psychologische Grundlagen
  • Deutsch /Kommunikation
  • Fremdsprache Englisch
  • Politik / Gesellschaftslehre

Differenzierungsbereich

  • Übungsprojekte an der Förderschule
  • Trampolinscheinkurs des Deutschen Turnerbundes
  • Basale Stimulation und Kommunikation
  • Weitere wechselnde Themen und Aktivitäten
Die Berufsbezeichnung lautet „Staatlich anerkannte Motopädin / staatlich anerkannter Motopäde“.
Diese Berufsbezeichnung ist bundesweit anerkannt und geschützt. Es ist auch eine anerkannte Beschäftigung in einzelnen anderen EU-Ländern möglich.
  • Die Unterrichtszeiten sind immer freitags von frühestens 7:45 Uhr bis maximal 16.30 Uhr bzw. im Wechsel bis 18 Uhr. Höchstens 5mal pro Schuljahr findet Samstagsunterricht von 8.00 Uhr bis 14.15 Uhr statt. Die Anzahl der Unterrichts-Samstage kann durch die Nutzung einer digitalen Lernplattform auf ein Minimum begrenzt werden.
  • Praktische motopädische Übungen an der Arbeitsstelle oder an ausgewählten Praxisorten im Umfang von wöchentlich 2 Unterrichtsstunden an 30 Wochen pro Jahr. Diese regelmäßig stattfindende motopädische Praxis mit vertrauter Klientel wird dokumentiert (schriftliches Tagebuch, Video). Die Praxisübungen vor Ort werden in kleinen, durch Lehrkräfte begleiteten, Lerngruppen mit Hilfe der Methode „Kollegiale Beratung“ reflektiert und ausgewertet.
  • Die angeleitete Projektarbeitsphase sowie Selbstlerntage ermöglichen eine individuelle Lernplanung außerhalb der Schule und der sonstigen Schulzeiten entsprechend den eigenen Zeitressourcen.
  • Im zweiten Ausbildungsjahr wird neben den motopädischen Praxisübungen ein Praktikum in einer geeigneten Facheinrichtung unter Anleitung einer Motopädin bzw. eines Motopäden absolviert. Die Form des Praktikums, ob geblockt, begleitend oder als Mischform, richtet sich nach den persönlichen und institutionellen Bedürfnissen und Möglichkeiten.
  • Zu speziellen fachlichen Themen finden fächerübergreifende Thementage statt.
  • Gastreferentinnen/en erweitern und ergänzen den Unterricht.
  • Es gilt die Ferienzeitregelung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Herr Harald Luckert

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Telefon: 02303 – 27 19 45

EINBLICKE IN DEN BILDUNGSGANG

Hier sehen Sie eine Foto-Slideshow mit Eindrücken aus unserem Motopädie-Unterricht und aus dem Schulleben.

Motopädie-Studierende stellen den Bildungsgang in einem Film dar:  „Wir zeigen euch einen Einblick in die Motopädie“

Motopädie-Übungsprojekte an Schulen des Kreises Unna

Unsere Motopädie-Studierenden haben regelmäßig die Möglichkeit motopädische Angebote für Schülerinnen und Schüler von Förderschulen des Kreises Unna unter Anleitung zu planen, durchzuführen und zu reflektieren.

KommSport-Projekt NRW

Etliche Jahre lang waren wir als fachlicher Partner in die Aktivitäten der beiden Gemeinden Unna und Ense im Rahmen der Landesprojekte „KommSport“ und „Sportplatz Kommune“ der Landesregierung NRW und des Landessportbundes NRW mit eingebunden:

Unsere Studierenden konnten an der Erhebung motorischer Potentialanalysen der Schülerinnen und Schüler in Grundschulen dieser Gemeinden teilnehmen und Strategien und Vorhaben zur Verbesserung der Bewegungssituation der Schülerinnen und Schüler kennenlernen. Einen Projektbericht finden Sie hier: Artikel in der Fachzeitschrift „Praxis der Psychomotorik“.

Hier ist der „Unnaer Motopädie-Appell“ vom gemeinsamen Fachtag mit dem Deutschen Berufsverband der MotopädInnen/MototherapeutInnen e.V. abrufbar, der im September 2015 an unserer Schule stattfand. Der Appell belegt die gesellschaftliche Bedeutung von Bewegung in vielen Lebensbereichen und richtet entsprechende Forderungen an Politik, Verwaltung, Institutionen und Fachkräfte im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen.

„Inklusion weiter gefasst“

„Lernen braucht Bewegung“

„Sprache wirkt auch in der Psychomotorik“

„Ich sehe, du freust dich!“

Wir haben über die Jahre mehrere hundert Facheinrichtungen in ganz NRW als Praktikumspartner gewonnen, bei denen die Praktika und Begleitenden Praxisübungen unserer Studierenden angeleitet durchgeführt werden können.

Als Mitglied folgender Verbände und fachlicher Netzwerke engagieren wir uns für die berufspolitischen und fachlichen Belange von staatlich anerkannten Motopädinnen und Motopäden:

  • Deutscher Berufsverband der MotopädInnen/MototherapeutInnen DBM e.V.
    www.motopaedie-verband.de
  • Aktionskreis Psychomotorik
    www.psychomotorik.com
  • Bundesverband der Ausbildungsstätten für staatlich anerkannte Motopädinnen und Motopäden – BAM           

Dem Zentrum für Psychomotorik und Interdisziplinäre Frühförderung (ZPI) in Dortmund sind wir als eine aus unserer Vorgängerschule heraus entstandene Institution historisch und in der Praxisbetreuung besonders verbunden: www.zpi-do.de .

Mit dem Kreissportbund Unna (www.kreissportbund-unna.de) und dem Gemeindesportverband Ense besteht eine langjährige Zusammenarbeit.

Unseren Trampolinscheinkurs können wir seit vielen Jahren in enger Kooperation mit dem Westfälischen Turnerbund (www.wtb.de) und dem Turnverein Mühlhausen-Uelzen (www.tv-muehlhausen-uelzen.de) durchführen.