Beruf: Friseur:in

Aufgenommen werden können Schülerinnen und Schüler, die die 10jährige allgemeine Schulpflicht erfüllt und gleichzeitig einen gültigen Ausbildungsvertrag mit einem anerkannten Ausbildungsbetrieb haben. Alternativ gilt auch ein Vertrag über ein Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ).

Die Ausbildung dauert im Normalfall drei Jahre und schließt mit dem zweiten Teil der theoretischen und praktischen Gesellenprüfung vor der Prüfungskommission der Friseurinnung Unna ab. Bereits nach der Hälfte der Ausbildung wird der Teil 1 der Gesellenprüfung abgelegt.

Mit dem Berufsabschluss können die Auszubildenden auch ihren allgemeinen Schulabschluss verbessern, z.B. den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder den mittleren Schulabschluss mit oder ohne Qualifikation, je nach Notendurch-schnitt.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine Verkürzung der Ausbildung um ein halbes oder ganzes Jahr möglich.

Der Friseurberuf ist der Allrounder unter den Schönheitsberufen. Er befasst sich nicht nur mit den Kopfhaaren, sondern auch mit Bärten, Nägeln und Händen sowie der Pflege und Gestaltung des Gesichts.

Den Friseur / die Friseurin zeichnet eine Kombination aus handwerklichem Geschick und Kreativität im Rahmen eines Dienstleistungsberufes aus. Dabei müssen sie in der Lage sein, mit KundInnen zu kommunizieren, sie fachgerecht zu beraten und Produkte und Dienstleistungen zu erläutern und zu präsentieren. Durch die wechselnde Mode sind regelmäßige Weiterbildungen ein Muss.

Weitere Informationen zur Ausbildung bietet der Zentralverband der Friseure unter folgendem Link: Ausbildung im Friseurhandwerk – Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerk

In dem neuen Organisationsmodell, bei dem ein zehnstündiger Berufsschultag pro Woche und zwei Blockwochen pro Schuljahr mit insgesamt vierzig Unterrichtsstunden angeboten werden, ist der Unterricht geprägt durch Selbstlernphasen, integrierte Praxisphasen und Methodenwechsel.

Rhythmisiert wird der Ganztagsunterricht durch die Integration abwechslungsreicher  Bewegungs-, Konzentrations- und Entspannungsübungen im Unterricht aller Fächer. Zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit spielt auch die gesunde Verpflegung innerhalb der ganzheitlichen Gesundheitsförderung eine große Rolle.

 

A) Verteilung der Unterrichtszeit pro Tag und in den Blockwochen

Der Unterricht findet im 45- Minuten-Takt angepasst an den regulären Unterricht der gesamten Schule statt. Die Klassen haben pro Tag 10 Unterrichtsstunden: 6 Stunden im Vormittagsbereich, die 7. Stunde ist Mittagspause, ab der 8. Stunde bis zur 11. Stunde findet der Nachmittagsunterricht statt.

Im Vormittagsbereich finden die Theoriestunden in den berufsbezogenen Fächern statt. Nachmittags findet hauptsächlich der berufsübergreifende Bereich statt, wobei sich in den Stunden 10 und 11 Sport und Fachpraxis 14tägig abwechseln. Ausnahme ist die Oberstufe, in der der Praxisunterricht in Gruppenteilung mit hohem Theorieanteil stattfindet und deshalb im Vormittagsbereich liegt. Hier geht dafür die Fremdsprachliche Kommunikation parallel mit Sport.

 

B) Zusätzliche Aktivitäten in den Blockwochen

In den Blockwochen findet von Montag bis Donnerstag Unterricht bis 17 Uhr statt. Am Freitag wird auf die Mittagspause verzichtet und der Unterricht um 14.30 Uhr beendet.

Zur Auflockerung des Unterrichts werden in den Blockwochen folgende Ausflüge und Seminare von Externen in den Räumen der Schule eingeplant:

In der Unterstufe werden Seminare bei der Berufsgenossenschaft (BGW) in Bochum und Besichtigungen des Wassermuseums in Mülheim/Ruhr oder der Ausstellung DASA in Dortmund eingeplant.

In der Mittelstufe bietet sich an, eine Besichtigung der Scherenfabrik Jaguar/Tondeo in Solingen oder ein Strähnenseminar bei der BGW.

Für die Oberstufe werden Seminare mit der Firma Alcina im Bereich Kosmetik organisiert oder Färbe- und Hochsteckseminare der BGW.

Ergänzend werden Firmenvertreter (z.B. Kevin Murphy zum Thema Nachhaltigkeit) oder die Verbraucherzentrale zum Thema Mikroplastik in Friseurprodukten eingeladen. Auch Angebote der Krankenkassen oder anderer fachbezogener Institutionen werden gerne integriert.

 

C) Verpflegung

Im Rahmen der GigS-Vorgaben nimmt die Ernährung an Unterrichtstagen einen großen Bereich am Märkischen Berufskolleg ein. Um diesen Vorgaben gerecht zu werden, erhalten die Friseurklassen bei uns, auf Wunsch, eine Vollverpflegung in Form von einem Frühstücksbüffet zwischen der 2. und 3. Unterrichtsstunde, einem Mittagessen in der Mittagspause und einer Obstpause zwischen der 9. und 10. Stunde.

Beim Frühstücksbüffet stehen frische Vollkornbrötchen, Belag (Butter,Wurst, Käse, Marmelade), gekochte Eier, Tomaten, Gurken, sowie Müsli und Milch zur Verfügung.

Das Mittagessen umfasst immer eine warme Mahlzeit mit vegetarischer Alternative sowie die Möglichkeit, sich am umfangreichen Salatbüffet zu bedienen. Dazu gibt es ein kleines Dessert.

Am Nachmittag gibt es ein Verpflegungsangebot mit Obstauswahl nach jahreszeitlichem Angebot.

D) Bewegung

Eine weitere Säule des GigS-Konzeptes ist die Bewegung. Hier hat der regelmäßige Sportunterricht besondere Bedeutung, der zum einen in allen drei Ausbildungsjahren stattfindet und in dem zum anderen die kleineren Bewegungsangebote für den Klassenraum oder den Pausenhof vorbereitet werden sollen. Insbesondere am Nachmittag werden die Schülerinnen und Schüler durch kleine Bewegungs- oder Entspannungspausen wieder für den Unterricht aktiviert. Diese finden im Klassenraum, alternativ auf dem Schulhof oder im nahegelegenen Kurpark statt und können dabei auch mit Unterrichtsinhalten verknüpft werden. Eine aktive Teilnahme der Lehrkräfte trägt zur Motivation bei.

 

Die Unterrichtsfächer gliedern sich in den Berufsbezogenen Bereich mit den Fächern:

  • Pflege und Gestaltung
  • Farb- und Formveränderung
  • Salon- und Kundenmanagement
  • Fremdsprachliche Kommunikation (im Fach Englisch)
  • Wirtschafts- und Betriebslehre

Und den Berufsübergreifenden Bereich mit den Fächern:

  • Deutsch / Kommunikation
  • Religionslehre
  • Sport / Gesundheitsförderung
  • Politik / Gesellschaftslehre

Die fachlichen Inhalte werden in 13 Lernfelder unterteilt:

  1. In Ausbildung und Beruf orientieren
  2. Kunden empfangen und betreuen
  3. Haare und Kopfhaut pflegen
  4. Frisuren empfehlen
  5. Haare schneiden
  6. Frisuren erstellen
  7. Haare dauerhaft umformen
  8. Haare tönen
  9. Haare färben und blondieren
  10. Hände und Nägel pflegen und gestalten
  11. Haut dekorativ gestalten
  12. Betriebliche Prozesse mitgestalten
  13. Komplexe Friseurdienstleistungen durchführen

Dabei werden die Lernfelder wie folgt auf die Bündelfächer verteilt:

  • Pflege und Gestaltung: LF 3, 4 ,8, 10, 11
  • Farb- und Formveränderung: LF 5, 7, 9, 13 Biokosmetik
  • Medizinische Fußpflege
  • Salon- und Kundenmanagement: LF 1, 2, 6, 12

Weiterbildung im Bereich Friseur:

  • Meisterprüfung
  • Meister als Geschäftsführer oder als Selbständige mit eigenem Salon
  • Master of Colour (Geprüfte Coloristin)
  • Studium als Betriebswirt für Friseure
  • Studium Friseurmanagement
  • Fachlehrer für Friseure (Studium mit Abitur oder Meisterbrief)
  • Fachtrainer bei bekannten, großen, auch internationalen Herstellern
  • Fachberater in der Friseurindustrie

 

Weiterbildungen im Bereich Nageldesign:

  • Existenzgründung Nagelstudio
  • Maniküre, Handmassage

 

Weiterbildungen im Bereich Kosmetik:

  • Maskenbildnerei
  • Visagistik
  • Biokosmetik
  • Medizinische Fußpflege

In der Regel meldet der Ausbildungsbetrieb die Auszubildenden an. Das sollte nach Möglichkeit über Schüler-online erfolgen. Das können die künftigen Azubis aber auch selber machen, wenn sie einen Ausbildungsbetrieb gefunden haben.

Anmeldeunterlagen:

  • ausgedruckte Anmeldung Schüler-online
  • Lebenslauf
  • Kopie vom Zeugnis mit höchstem Schulabschluss
  • Kopie des Lehrvertrages (oder EQJ-Vertrages)

Zuständige Studiendirektorin:

Bettina Schmidt

Telefon: 02303/ 27 19 45

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Bildungsgangbeauftragte:

Birgit Domingues-Reina

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