08.03.13

Projektarbeit in der Fachschule für Heilerziehungspflege

Über einen Zeitraum von 4 Wochen fand in der Oberstufe der Fachschule für Heilerziehungspflege eine Projektphase statt.

In acht Arbeitsgruppen haben sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Themen sehr selbstständig theoretisch und praktisch auseinandergesetzt.
Die Themen hatten alle einen deutlichen Praxisbezug und wurden von den Schülern frei gewählt.
Folgende Schwerpunkte sind hierbei bearbeitet worden:

  • Darstellung eines Tagesablaufs in einer WfMB anhand eines Films
  • Förderung der Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung von Menschen mit Behinderung im Rahmen eines Fotoshootings
  • Kunstpraxis mit Menschen mit Behinderung am Beispiel der Auseinandersetzung mit einem Künstler
  • Wassergewöhnung mit Bewohnern einer Einrichtung der Lebenshilfe
  • Sensibilisierung für Inklusion in einem Wohnheim der Behindertenhilfe
  • Inklusion: exemplarisch dargestellt und erarbeitet an der Sportart Fußball mit Kindern im Grundschulalter
  • Fotografische Fremd- und Selbstwahrnehmung in einer Tagesbetreuung für Menschen mit Behinderung
  • Sexualität im Behindertenbereich unter dem Aspekt der Verhütung und dem Schutz vor Krankheiten

In der Theoriephase, die in der Schule stattfand, waren sowohl inhaltlich-methodische, als auch organisatorische Kompetenzen gefragt. Quellen mussten ausgewertet, Inhalte dokumentiert und die praktische Durchführung des Projektes in der Einrichtung geplant werden. In diesem Zusammenhang wurden Kontakte zu kooperierenden Einrichtungen der Behindertenhilfe geknüpft, Absprachen getroffen, Planungsgespräche geführt.

Die Projekte selbst wurden in der Praxisphase anschließend in den Einrichtungen der Behindertenhilfe durchgeführt und ausgewertet.

Den krönenden Abschluss der Projektarbeitsphase stellte die Präsentation aller Projekte in der Schule dar.
Hier konnten sich alle Mitschülerinnen und Mitschülern der Klasse, die beteiligten Kooperationspartnern der Praxis und die Lehrer einen guten Eindruck von der
geleisteten Arbeit machen.

Hier einige Beispiele gelungener Projekte:

Otmar Alt im Haus Volkermann

Im Rahmen der Projektphase entwickelten wir als  Studierende der Oberstufe der Fachschule für Heilerziehungspflege ein Kunstprojekt in Kooperation mit dem Haus Volkermann. Während der Projektphase gestalteten wir gemeinsam mit fünf Bewohnern Leinwände mit Acrylfarbe zum Thema Zirkus in Anlehnung an ein Bild des Künstlers Ottmar Alt. Dieser zeigt den Zirkus als ein zentrales Leitmotiv und dies stellte eine gute Grundlage für unser Projekt dar. Die Projektphase der Schule nutzten wir weiterhin als Möglichkeit, die Bewohner auf eine Projektwoche im Juli 2013 mit einem Zirkus und dem Haus Volkermann unter dem Motto „ Zirkus der Generationen“ vorzubereiten und ihnen eine Auseinandersetzung zu ermöglichen. Durch die Arbeit an einem künstlerischen Prozesses konnten wesentliche Ziele, wie das Selbstwertgefühl und die Kreativität zu fördern, erreicht werden.

Laura Steimmel, Dustin Wehn und Özlem Aybay

„Fotoshooting, Styling – ich verändere mich“

Drei Studierende der  Heilerziehungspflege des Märkischen Berufskollegs in Unna führten innerhalb des Zeitraumes 28.01.13 – 22.02.13 ein Projekt mit Menschen mit Behinderung in der Wohnstätte Süggelaue in Lünen durch.
Im Vordergrund des Projektes standen die Fotografie sowie die bewusste Selbstwahrnehmung des äußeren Erscheinungsbildes der Teilnehmer.
Eine Reihe von aufeinander aufbauenden Projekteinheiten beinhalteten eine Beratung, das Styling als auch das Fotoshooting. Hintergrund der Vorgehensweisen ist es gewesen, Wünsche, Interessen sowie Vorlieben des Einzelnen zu berücksichtigen bzw. die Selbstbestimmung mit einfließen zu lassen und dieses bildlich (fotografisch)festzuhalten.
Hierbei wurden diverse Accessoires genutzt, wie z.B. Schmuck, Make-up und Kleidung, an denen sie sich ausprobieren konnten und so ihr Styling für das Fotoshooting festlegten.
In dem Fotoshooting wurden Einzelfotos, Pärchen Fotos wie auch Gruppenfotos erstellt.
Mary Nithianantham, Sevtap Sahin, John Dross

Inklusion beim Fußball

Gemeinsam haben wir mit den Kindern der Liedbachschule und den Kindern der Regenbogenschule ein Fußball-Projekt durchgeführt.
Zentrales Ziel unseres Projektes war es insbesondere, das Thema Inklusion im Sport näher aufzugreifen. Im besten Fall sollte der Kontakt der beiden Schulen auch nach unserem Projekt z.B. durch eine gemischte Hobbyfußballgruppe weiterhin bestehen bleiben.

Zunächst fanden die einzelnen Trainingseinheiten mit den Kindern beider Schulen getrennt  in der Sporthalle der Liedbachschule und in der Kreissporthalle Unna statt.
Den krönenden Abschluss stellte das gemeinsame Fußballspiel der Schüler beider Schulformen in der Soccerhalle dar, wie auch der Hellweger Anzeiger berichtete.

Die Kinder beider Schulen waren das gesamte Projekt über sehr motiviert. Außerdem haben sie sich untereinander sofort gut verstanden, so dass keine Komplikationen auftraten.
Die beiden Schulen wollen auch in Zukunft weiterhin miteinander kooperieren und eine inklusive Fußball AG schaffen. Unser zentrales Ziel, das wir uns gesetzt haben, wurde damit erreicht.

Heiko Sonnenberg und Sonja Scheidt