Der zweite Projektbesuch in Budapest

Mitte Januar traten zwölf Schülerinnen und zwei Lehrerinnen des Märkischen Berufskollegs den Gegenbesuch in Budapest an. Die Aufregung war groß, zumal die meisten Schülerinnen zum ersten Mal das Ausland besuchten und zudem zuvor noch nie geflogen sind. Direkt nach dem Einchecken ins Hotel begannen trotz erheblicher Minusgrade die Erkundungen in der Großstadt, wobei keine Sehenswürdigkeit ausgelassen wurde. Besondere Highlights waren ein Spaß- und Wellnessnachmittag im neobarocken Széchenyi-Bad und eine Budapest by Night-Tour. Auch der Besuch des Schlosses in Gödöllö, einer Ferienresidenz von Kaiserin Sissi, welche übrigens Namenspatin der Budapester Partnerschule ist, durfte nicht fehlen.

Vormittags wurde intensiv im Schulsalon für die Endpräsentation geprobt. Zudem nahmen wir an einem Seminar im Schwarzkopf-Studio, bei dem aktuelle Färbetechniken vorgeführt wurden, teil. Während des Besuchs verschiedener Friseursalons durften wir Budapester Salonluft schnuppern und preisgekrönte Hochsteckfrisuren bewundern.

Von Tag zu Tag trauten wir uns zunehmend, unsere Ungarischkenntnisse anzuwenden, sei es beim Bestellen eines Getränks oder im alltäglichen Umgang mit den Menschen in der Schule, in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Hotel. Obwohl viele Ungarn Deutsch sprechen, wissen sie die Versuche ausländischer Gäste, ihre Sprache zu sprechen, zu schätzen.

Unsere Abschlusspräsentation erfolgte im Rahmen einer Friseurmeisterfortbildung in einem großen Budapester Hotel. Hier wurden vor annähernd 200 Zuschauern die stilgerecht gekleideten Modelle auf der Bühne frisiert und im Anschluss auf dem Laufsteg präsentiert. Diese Vorstellung wurde komplett von den Schülerinnen sowohl auf Ungarisch als auch auf Deutsch moderiert. Während die ungarischen Auszubildenden größtenteils schon einmal vor Publikum frisiert haben, betraten unsere Berufsgrundschülerinnen Neuland. Trotz dementsprechender Aufregung waren die Arbeiten hervorragend und der Applaus groß.