besondere Förderkonzepte

Schülerinnen und Schüler nehmen an einem Deeskalations- und Selbstbehauptungstraining teil. Gegenstand ist ein Sozialtraining gegen Gewalt und Rassismus. Geplant ist für die Zukunft ein Deeskalationstraining im jährlichen Turnus in mehreren Bildungsgängen durchzuführen. Um dieses auch in Arbeitsgemeinschaften stattfinden zu lassen, werden Ressourcen benötigt, um Schülerinnen und Schülern die Teilnahme zu ermöglichen.

Vertiefend finden Seminare an außerschulischen Lernorten statt:

In enger Zusammenarbeit mit

  • "Umbruch", dem Bildungswerk für Friedenspolitik,
  • dem IBB, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk,
  • dem DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen oder
  • der Kommende Dortmund, Sozialinstitut des Erzbistum Paderborn,

werden für Klassen des Märkischen Berufskollegs regelmäßig Seminare außerhalb der Schule angeboten, die den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit geben, demokratischen Umgang mit Konflikten und gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten in Alltag und Beruf kennen zu lernen, zu entwickeln und zu erproben.
Dadurch werden Basiskompetenzen zum friedlichen Miteinander vermittelt sowie Prozesse der Selbstreflexion in Bezug auf eigene Identitäts- und Toleranzvorstellungen angeregt. Den Schülerinnen und Schülern werden Erfahrungen geboten, die sie in ihren Kompetenzen stärken und selbst bestimmtes Lernen fördern.

abH - ausbildungsbegleitende Hilfen

In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in Unna werden ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) für alle Berufsfelder im dualen Ausbildungssystem angeboten.
Das Ziel von abH ist der erfolgreiche Ausbildungsabschluss. Dieses Ziel soll durch:

  • Förderunterricht in allen Fächern
  • gezielte Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung
  • Vorbereitung auf Klassenarbeiten
  • Hausaufgabenhilfe
  • Beratung und Unterstützung bei allen berufsbezogenen und persönlichen Problemen

erreicht werden.

Der Förderunterricht umfasst drei bis acht Unterrichtsstunden pro Woche und wird in kleinen Gruppen durchgeführt. Qualifizierte Fachlehrer und erfahrene Pädagogen unterrichten die Auszubildenden.

Weder für den Teilnehmer am Förderunterricht noch für den Betrieb entstehen Kosten.

Förderkonzept der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr

Schülerinnen und Schüler der Vorklasse zum Berufsgrundschuljahr weisen extreme Unterschiede in den Lernvoraussetzungen auf. Um eine angemessene individuelle Förderung und Betreuung dieser heterogen und schwierigen Schülerklientel zu erreichen, werden die Schülerinnen und Schüler in der Fachpraxis in angemessenen Kleingruppen unterrichtet.
Um die Teamarbeit in diesem Bildungsgang zu fördern, werden zu Beginn des Schuljahres zwei Trainingstage (ca. sechs Stunden) in ca. vierwöchigem Abstand in Zusammenarbeit mit der RAA im Kreis Unna und der Vorklasse am Hellweg Berufskolleg durchgeführt.
Schwerpunkte dieses Trainings liegen in Übungen zur Stärkung des Selbstwertgefühls, dem besseren Kennenlernen und Respektieren untereinander, der Konfliktbewältigung sowie Klärung von Berufs- und Zukunftsvorstellungen. Das Training wird durchgeführt von einer erfahrenen Deeskalationstrainerin der RAA des Kreis Unna.
Zur Vertiefung wird an einem außerschulischen Lernort ein mehrtägiges Seminar "Demokratie - wir machen mit", das vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in der DGB-Jugendbildungsstätte in Hattingen angeboten wird, durchgeführt. Dieses Seminar fördert in zahlreichen praktischen Übungseinheiten die Fähigkeit zur Teamarbeit und den demokratischen Umgang miteinander, um die Nachhaltigkeit des o.a. Trainings für das gesamte Schuljahr zu erreichen.