Evaluation

Selbstevaluation

Evaluation ist ein wesentlicher Bestandteil von Schulentwicklungsprozessen. Eine Schulentwicklung, die die Verbesserung des Unterrichts ins Zentrum rückt, muss sich auch mit der Evaluation von Unterricht befassen.

Am Märkischen Berufskolleg wurden eine Kollegin und ein Kollege zu Evaluationsberatern ausgebildet.
Es handelt sich hierbei um eine Selbstevaluation des eigenen Unterrichts, d.h. die Evaluation wird von den Beteiligten selbst durchgeführt und getragen. Die Aufgabe der Evaluationsberatung besteht darin, den Kolleginnen und Kollegen Hilfestellung bei dieser Arbeit in Form von Methoden und Know-how anzubieten, also Evaluation zu initiieren, zu beraten und zu unterstützen.
Die erforderlichen Evaluationsinstrumente sind über das interne Netzwerk des Märkisches Berufskollegs für jeden Lehrenden jederzeit abrufbar.

SEIS

Unter dem Begriff "SEIS" (Selbstevaluation in Schulen) ist ein international erprobtes Evaluationsinstrument, entwickelt von der Bertelsmann-Stiftung, zu verstehen, das Schulleitungen und Kollegien helfen soll, Schulentwicklungsprozesse mit Hilfe von Daten zu evaluieren und zu planen.

Durch das Instrument wird beschrieben, wie schulische Qualität im Kern aussieht. Es ermöglicht einen Generalcheck. So kann ein gemeinsames Qualitätsverständnis und zugleich der Boden für intensive Dialoge geschaffen werden. Das Instrument ist auf Entwicklung ausgerichtet und alle Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrer und sonstige Mitarbeiter) werden in den Prozess einbezogen. Gemeinsam wird Schule gestaltet und Verantwortung übernommen.

Für die Umsetzung von SEIS am Märkischen Berufskolleg Unna bedeutet dies, dass vom Februar 2006 an zunächst die Unterrichtsqualität jeweils einer Klasse aus dem vollzeitschulischen sowie einer aus dem dualen Bereich evaluiert wird

Qualitätssicherung

Im den schriftlichen Prüfungsfächern werden in der Fachoberschule Sozial- und Gesundheitswesen in den Jahrgangsstufen 11 und 12 parallele Klassenarbeiten/Klausuren durchgeführt. Diese Ergebnisse sichern vor allem im Hinblick auf die Neuzusammenstellung der Klassen zur Jahrgangsstufe 12 ein gleiches Lernniveau und die Qualität.

Ein zweites Projekt bezieht sich auf die Klassen, in denen die Fachoberschulreife (FOR) vermittelt wird. Die extrem variierenden Vorkenntnisse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch führten bisher bei den meisten Schülerinnen und Schülern dieser Klassen zu dem Problem der ständigen Unter- oder Überforderung. Um im Unterricht dem Niveau und den Bedürfnissen der Lernenden besser gerecht werden zu können, wurde ein Modell zur Differenzierung erarbeitet. Beim Eintritt in diese Klasse werden die Vorkenntnisse erfasst. Auf der Grundlage der Testergebnisse werden die Schülerinnen und Schüler zweier Parallelklassen in zwei neue Lerngruppen eingeteilt. So können sowohl die Defizite als auch die besonderen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler im Unterricht besser berücksichtigt werden. Thematisch erfolgt der Unterricht parallel, ebenso die Aufgabenstellung und Bewertung in den Klassenarbeiten. Die Zuordnung zu den Gruppen ist im ersten Halbjahr variabel. Schülerinnen und Schüler beider Lerngruppen können bei entsprechenden Leistungen die FOR erreichen.